Warum du die Brennessel auf deinem nächsten Spaziergang nicht links stehen lassen solltest.

Schon ab März beschenkt uns Mutter Natur mit der gesunden Brennessel. Warum und wie du sie nutzen sollst, erfährst du hier.

Wo kann ich die Brennessel finden?

Mit der ersten Frühlingssonnenstrahlen kann man die Brennessel an Wald– und Strassenrändern, in Gärten, um Scheunen oder auf ungenutztem Feld finden. Sie bietet vorallem kleineren Tieren Schutz und Nahrung. Für uns Menschen ist sie aber auch sehr nützlich.

Achtung vor ihren Haaren!

Doch Achtung, wie ihr Name verrät kann sie zünftig brennen, wenn ihre Brennhaare sich in unsere Haut bohren und Flüssigkeit abgeben. Es brennt wie Feuer, und es entstehend Quaddeln, aber gefählich ist es nicht. Etwas Erde auf die Brennstelle schmieren und es beruhigt sich schneller.

Wie kann ich mich schützen?

Um „Verbrennungen“ vorzubeugen, empfielt es sich lange Hosen und Langärmliges zu tragen (auch wegen den Zecken). Für die Hände sind Handschuhe sinnvoll und eine Gartenschere erleichtert die Ernte auch. Pflücke nur so viel wie du benötigst, sie verwelken schnell. Eingebettet in ein feuchtes Küchentuch können sie für kurze Zeit im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Den Nachhauseweg überleben sie am besten in einem Körbchen oder einer Papiertüte.

Wer etwas Respekt hat vor ihren Brennhaaren, hängt sie gleich zum trocknen auf, walzt sie ein paarmal mit dem Wallholz, legt sie in Essigwasser und/oder schneidet sie in dünne Streifen.

Warum nun dieser ganze Aufwand?

Brennesseln und auch ihre Samen (im Sommer erntereif) enthalten nicht nur viel Eisen, Kalzium und Kalium, sie geben uns u.a. auch Vitamin A & C, Letzteres sogar um ein Mehrfaches mehr, als eine Orange und im Trockenzustand doppelt soviel Eiweiss wie Soja es kann.

Nutzen

Sie wird schon seit Jahrhunderten als Heilmittel geschätzt.

Ihr Tee hilft bei Harnwegsinfektionen, Rheuma, Gicht und Frühjahrsmüdigkeit, sowie kann es die Verdauung und den Stoffwechsel anregen. Ein Haarwasser hilft gegen Schuppen und Haarausfall. Und eine Jauche von den Blättern stärkt die Pflanzen im Garten und schützt sie ohne Chemie vor Parasiten.

Zubereitungsmöglichkeiten

Ob frisch, getrocknet oder pulverisiert, Brennesseln kann man roh, kurz blanchiert, frittiert oder gekocht geniessen. Hier einige Zubereitungsideen:

Pesto für Pasta

Risotto

Omlette/ Pfannkuchen

Brennesselbutter

Gnocci/Nokkerl

Raviolli

Brennesselkuchen

oder ganz einfach als Spinat oder Tee.

Die Rezepte dazu findest du sicher in der Rezeptesammlung der Koch App.

 

Ich hoffe ich habe dich „glustig“ gemacht und vom nächsten Spaziergang bringst du dir ein paar Blätter (und im Sommer dann Samen) nach Hause und entdeckst deinen neuen, natürlichen Frischekick.

admin

9 Comments

  1. Antworten

    Eva Katharina

    19. März 2017

    Ein sehr schöner Blogpost über die Brennnessel! Ich sehe sie oft recht negativ, da ich als Kind wohl einmal zu oft dran gefasst habe 😀 Brennnesseltee trinke ich trotzdem oft, wenn ich krank bin.
    Die Idee sie auch zum kochen zu nutzen ist mir allerdings neu und klingt genial! Muss ich mal ausprobieren 🙂

  2. Antworten

    Jasmin

    20. März 2017

    Wirklich cool, dein Beitrag. Leider bin ich gegen Brennnessel allergisch, also werde ich beim nächsten Mal, wenn ich sie sehe, trotzdem einen Bogen drum herum machen. 😀
    Aber danke für die Tipps! 🙂

    Alles Liebe,
    Jasmin von jasminslittlelifestyleblog.wordpress.com

    • Antworten

      admin

      20. März 2017

      Allergisch… ui,dass wusste ich nun nicht. Hast du es schon einmal mit Bioresonanz versucht? Ich war als Kind auch auf Einiges allergisch. Nach ein paar Sitzungen damit waren ALLE weg.

  3. Antworten

    Serintogo

    20. März 2017

    Ich bin gerade auf einem richtigen Back to Nature Trip und freue mich daher sehr über deinen Beitrag über die Brennnessel. Danke 🙂

    • Antworten

      admin

      20. März 2017

      Danke dir! Bärlauch blüt ja jetzt auch schon. Ich finde es sowieso mega cool was Mutter Natur uns alles so kostenlos hergibt und es wird einfach nicht genutzt…

  4. Antworten

    Chris

    20. März 2017

    Juhu…
    Wir verputzen auch gerne dieses magische Kraut. Gerne mit Butter, etwas Zwiebeln und natürlich Knoblauch. Schmeckt auch auf einem Butterbrot.

    LG

  5. Antworten

    Katta

    20. März 2017

    Ich hab eine Freundin die darauf schwört! Anstecken konnte sie mich bisher nicht, obwohl die Eigenschaften sehr wohl für die Brennessel sprechen!

  6. Antworten

    elablogt

    20. März 2017

    Brennnesel als Tee mag ich bereits total gerne. Die Idee mit dem Pesto hab ich mir jetzt gleich mal gemerkt. Das stelle ich mir auch sehr lecker vor.
    Liebe Grüsse Ela

  7. Antworten

    Susanne

    20. März 2017

    Ich muss die Rezepte ausprobieren!! Super professionell und der Artikel macht Spaß – was alles möglich ist!!! Vielen Dank, Susanne

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