Kind unterwegs verloren? Wie findest du es schneller wieder.

Menschenmenge, Ferien, Wie schütze ich meine Kinder vor dem Verlorengehen.

Hast du auch schon mal dein Kind unterwegs verloren? Sobald sie sich selbständig fortbewegen können, kann das schneller passieren als einem lieb ist! Sie wollen die Welt entdecken und dir rutscht dafür das Herz in die Hose. Was es alles für Möglichkeiten gibt die Zeit deines Albtraums möglichst kurz zu halten, verrate ich dir hier.

Sommerzeit = Zeit der Feste, Märkte und Grossanlässe. Aber auch wenn du in die Ferien fährst oder auch nur in ein Einkaufszentrum musst, kann es gut vorkommen, dass sich eure Wege einmal ungewollt trennen.
Meine zwei jüngeren Kinder verzichteten früh auf ihren Buggy, doch brav Händchen halten war/ist auch nicht immer beliebt und ein Helikopter- Mami bin ich nicht. Also mussten andere Lösungen her, die mich in meiner Not etwas auffangen können.

Kleine Hoffnungsträger, für den Fall wenn dein Kind unterwegs verloren geht.

1. Last Chance Help

Mit einem Kugelschreiber oder einem wasserfesten Stift schreibe ich meine Handynummer auf ihre Armgelenke. Tut leider leicht weh, aber wenn das Kind selbst noch keine genauen Adressinfos geben kann, (auch wenn es das schon kann, denn auch wir sind in Stresssituationen leicht vergesslich) dann schaut der Finder sicher automatisch auf das Handgelenk. Die Nummer reicht. Nicht den Namen des Kindes, sonst kann der/die FinderIn dein Kind mit Namen ansprechen und dein Kind denkt dann, dass es diese Person kennen sollte.
Nachteil: Je nachdem welcher Stift benutzt wird, ob die Haut eingecremt wurde oder fest geschwitzt wird, kann die Nummer schnell verschmieren/ verschwinden.
Angeblich hält es besser, wenn man Haarspray oder den Pflasterspray draufsprüht. Aber, das habe ich zumindest, nie mit mir dabei. 😉

2. Namensbänder aus Papier

Manchmal ist der Veranstalter so schlau und bietet seinen Besuchern kostenlose Einweg-Bändel für ums Handgelenk, die man wieder nur mit der Handynummer versehen sollte.
Nachteil: Die zerknittern schnell, können abfallen oder die Schrift wird unleserlich.
Solche Einweg- Bändel kannst du auch über google finden. Sigel Kids ID Bänder kann man mehrmals verwenden. (Keine bezahlte Werbung, einfach nur eine Zusammenfassung.)

3. Trendy Notfallarmband

Schon letztes Jahr bin ich an einer Familienmesse auf dieses geniale Notfallarmband gestossen. Darauf kannst du eingravieren lassen was du möchtest, es darf nass werden, es zerknittert nicht und sie gibt es in verschiedenen Grössen und Farben. Da die persönlichen Daten in das Gummiband eingraviert sind, sind sie von Weitem nicht zu erkennen, von Nahem aber gut lesbar. Auf www.notfallarmband.ch kannst du dir deine Eigenen machen lassen.

4. Kontrolle mittels GPS Gerät

Mittlerweile gibt es verschiedenste kinderfreundliche Modelle auf dem Markt. Uhren, Anhänger oder sogar Geräte, die man wie ein Notfallhandy benutzen kann.
Nachteile: Nicht alle Modelle orten gleich präzise. Auch muss man beim Kauf die monatlichen Folgekosten beachten.

5. Treffpunkt abmachen

Du vereinbarst mit deinen Kindern einen Treffpunkt, wo ihr euch treffen könnt, wenn ihr euch verloren habt.
Nachteil: Eher was für ältere Kinder.

6. Mut zum laut Suchen

Du hast dein Kind unterwegs verloren. Suche nicht alleine. Jetzt muss es schnell gehen. Egal was die Leute um dich herum wohl denken mögen, wenn sie eine laut rufende Frau neben sich stehen sehen. Rufe dein Kind. Frage andere, ob sie ein Kind mit … Hosen und … T-Shirt gesehen haben. Vielleicht helfen sie dir so gleich suchen oder du erfährst so, dass du auf der richtigen Fährte bist.
Informiere Festpersonal. Die können das schnell ans ganze arbeitende Team weiterleiten und somit wird an verschiedenen Orten gesucht.

7. Kind anbinden

Während meiner Recherche habe ich noch eine Art gepolsterter Handschlaufen, die mit einem flexiblen Draht, wie bei einem Fahrradschloss, verbunden sind gefunden und das Kinder- Pferdegeschirr fällt mir sonst auch noch ein.
Beide Modelle kann ich mir nur für nützlich erklären, wenn dein Kind erst gerade das Laufen entdeckt hat und gerne plötzlich davonrennt, zum Beispiel auf eine Strassen. Für an Grossanlässe fände ich diese Hilfestellungen eher hindernd, da du immer achten musst, dass du keiner fremden Person den Weg versperrst. 😉

8. Stossgebet

Und ob du (es) glaubst oder nicht. Ich glaube in diesem Moment bittet jede/r, um die Hilfe Gottes, dass er dich und dein Kind wieder zusammenbringt ohne körperlichen Schaden. Und oftmals klappt dies nämlich auch.

 

Ah… und da hätte ich noch ein Bilderbuch für Kleinkinder zum Thema : Nicht mit Fremden mitgehen.

Sicherheit mit Kinder, Schutz vor Fremden

Buchtipp

Titel: Ich kenne dich nicht, ich geh nicht mit!
Autoren: S. Apenrade und J. Knipping
Verlag: Edition Bücherbär
ISBN: 3-401-08230-2

Wenn all dies nichts hilft, dann hilft nur noch der Gang zur Polizei, wobei je nach Alter des Kindes, werden die erst nach 24h aktiv.

Warst du auch schon einmal in so einer Situation? Wie hast du gehandelt? Welche Hilfsmittel benutzt du zur Prävention?

admin

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