Slow down, du bist auch „nur“ ein Mensch. Was ist schon perfekt?

Jede Rolle in unserem Alltag wollen wir oder meinen wir zu müssen, perfekt vorleben. Daraus entsteht bei vielen Müttern (sicher auch Vätern) ein schlechtes Gewissen, da es schlicht und einfach nicht möglich ist in jeder Rolle perfekt zu sein. Zu diesem Thema sind mir letzte Woche gleich zwei interessante Bücher ins Auge gesprungen. Wenn du Ermutigung brauchst, dann lies weiter...

Du willst die perfekte Freundin sein, die perfekte Partnerin/Ehefrau, du solltest Karriere machen , die liebste Mama auf Erden sein, die mit ihren wohlerzogenen Kindern brillieren darf und natürlich willst du nebenbei aber auch noch dein Leben gelebt haben.

Phuo…  kannst du den Stress aus diesem langen Satz auch herauslesen?!?

Was ist überhaupt perfekt?

Wer definiert perfekt? Warum muss ich mich an diesem vorgegebenen Norm orientieren? Warum tun sich das so viele Elternteile selbst an? Und bekommen dann schnell einmal ein schlechtes Gewissen oder geraten sogar in eine Depression.

Ok, wenn man etwas sehr gerne macht und auch die Gabe dazu bekommen hat, dann habe ich nichts gegen Perfektionismus. Aber man kann ja nicht in allen Gebieten perfekt sein.

Ich weiss, zu diesem Thema gibt es viele Bücher und ich sage nicht, dass die beiden folgenden die „Perfektesten“ sind, aber wie schon gesagt, wer oder was ist schon perfekt.

Der Ratgeber

Gebundenes Buch, Pappband, 224 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
2-farbig mit zahlreichen Fotos
ISBN: 978-3-466-30895-8
Verlag: Kösel
Erschienen: 25.04.2011

Wie man sich aus diesem Hamsterrad wieder befreien kann, versucht die Autorin Barbara Volkwein mit verschiedenen Mami-Alltagsherausforderungen und den möglichen Lösungswegen zu erklären. Ich finde die Palette an Problemen ist recht breit und die Lösungsvorschläge sind einen Versuch wert. (Es kann ja nur besser werden. 😉 )

Der unterhaltende Roman


Originaltitel: Recherche femme parfaite
Originalverlag: Grasset & Fasquelle
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
ISBN: 978-3-8135-0732-4
Verlag: Knaus
Erschienen: 19.09.2016

Emilienne, die ihr täglich Brot als Fotografin verdient, bewundert schon seit Klein auf Julie, ihre aktuelle Nachbarin und ehemalige Schulkollegin. Alles sei perfekt an ihr. Bis Julie ihr erstes Kind gebärt und mit der neuen Herausforderung ihre Kontrolle über ihr perfektes Leben verliert. Es geht ihr sogar so mies, dass sie in die Psychiatrie muss. Dort kommt Julie zum Fazit, dass das 21.Jahrhundert eigentlich der Gipfel der Versklavung der Frauen ist. Jeder meint zu wissen, wie die perfekte Frau sein soll. Aus dieser Erkenntnis heraus entscheidet sich Emilienne eine Fotoserie zum Thema „Die perfekte Frau“ zu machen. Damit würde Sie bestimmt den Wettbewerb junger Talente gewinnen. Den Sieg könnte Sie gut gebrauchen, um ihrer Karriere einen Schub zu geben. Sie macht sich auf die Reise und begegnet verschiedenen Frauen. Ob diese sie zum Sieg bringen werden?

Ein leichte Kost mit französischem Charme von Anne Berest.

Kennst du noch ein anderes Buch zu diesem Thema? Das Thema beschäftigt mich sehr, denn es gibt zu viele Mütter, die in diesem Hamsterrad drinstecken. Und ich möchte herausfinden, wie sie da rauskommen können! Ich halte dich auf dem Laufenden. Dazu musst du mir aber noch folgen, falls du es nicht schon tust. 😉

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