Natürlich verhüten, hormonfreier leben.

Vor gut einem Jahr habe ich mich gegen die hormonellen Verhütungsmethoden entschieden und habe mich stattdessen mit der Handhabung von natürlichen Verhütungsmethoden vertraut gemacht. Hier mein Erfahrungsbericht über die Hilfsmittel, die mich über das Jahr unterstützt haben hormonfreier unterwegs zu sein.

Als es Zeit wurde meine Hormonspirale zu erneuern war meine Frauenärztin über meine geplante Verhütungsmethode nicht sehr begeistert. Ob ihr Umstimmungsversuch dann wirklich wohlwollend war oder eher umsatzorientiert, dass werde ich wohl nie erfahren. Für mich weiss ich aber, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe.

Der einfachste Weg ist nicht immer der gesündeste Weg.

Ok, ich wurde mit einem „Bilderbuch- Monatszyklus“ gesegnet. Ich hatte nie extreme Bauchschmerzen, starke Migränen, Blutungen, Akne oder sonstige Beschwerden, die man (angeblich) mit Hormonen in den Griff bekommen könnte. Mein Zyklus ist fast so pünktlich wie eine Schweizer Uhr und schwanger zu werden, war auch nie ein Problem.

Warum verschreibt man dann einer gesunden, jungen Erwachsenen und später auch Mutter Hormone zur Verhütung?!?

Nehmen sich Frauenärzte überhaupt die Zeit, um jungen Frauen die Methode der natürlichen Verhütung zu erklären? Oder ist das zu intim, zu zeitintensiv oder traut man ihnen die Verantwortung einfach nicht zu?

Wenn man das Prinzip des Zykluses und somit die Reaktionen seines Körpers verstanden hat, kann die natürliche Verhütung ganz leicht angewenden werden.

Man muss sich aber die Zeit und die Motivation nehmen, sich kennenzulernen. Dazu gibt es verschiedene Hilfsmittel, die dieses Kennenlernen zu verschiedenen Preisen, erleichtern.

 

Ich habe zum Beispiel folgendene Hilfsmittel *unbezahlte Werbung wegen Produktnennungen* ausprobiert:

Natürlich verhüten mit einer App

Mit der kostenlosen App namens Clue habe ich eigenverantwortlich meinen Neustart gewagt. Dort kann man manuell diverse Dinge, wie z.B. Befindlichkeit, Blutungseintritt und -stärke, Temperatur und vieles mehr eingeben und aus diesen Daten berechnet die App den Eisprungstag und zeigt auch die fruchtbaren Tage an.


Da ich den Eisprung oft spüre, konnte ich feststellen, dass die App ihren Dienst mittels meinen eingegebenen Daten tatsächlich erfüllte.

 

„Old school“ natürlich verhüten.

Da ich über die Einfachheit dieser natürlichen Verhütung erstaunt war und nicht glauben konnte, dass es so einfach und günstig funktionieren kann, besorgte ich mir ein Lernheft („Natürlich & sicher“ vom Trias Verlag),

um mehr über den Monatszyklus und die Reaktionen unseres Körpers zu erfahren.
Mit Beschreibungen und Bildern sowie Zyklusbeispielen, die von der Pubertät bis zu den Wechseljahren reichen, wurde ich mit der Auswertungsmethode vertraut gemacht.
Diese manuelle natürliche Verhütungsart ist zwar am zeitaufwendigsten, aber für Anfänger eine wertvolle Basis, falls die Elektronik einmal ausfällt.

Wer die Theorie „gecheckt“ hat und von der analogen „Milchbüechli“- Variante lieber zur digitalen wechseln möchte, der kann mittlerweile schon zwischen einigen Produkten, von günstig bis teuer, auswählen.

 

Digital natürlich verhüten.

Ich habe mich für eine günstige Variante entschieden, nämlich für den Femometer von Yoyoni.

Femometer von yoyoni

Den Femometer musste ich mit einer App auf meinem Handy koppeln, so dass meine täglich gemessene Basaltemperatur via Bluetooth in die App gelangt. Dort berechnet sie mit allen restlichen Daten, die ich preisgab, meine verschiedenen Zyklusphasen. Je mehr und je regelmässiger ich Daten (Zerfixschleim, Ovulationstest, …) eingebe, desto genauer wird das Ergebnis. Von der App gibt es eine kostenlose sowie eine Premiumversion. Mir reichte die kostenlose jedoch völlig aus.
Etwas nervig fand ich, dass ich den Femometer jeweils bis zu einer Minute lang unter der Zunge behalten musste, aber als ich im oben erwähnten Lehrbuch las, dass man sogar 3 Min abwarten sollte, um die genaue Basaltemperatur zu bekommen, da begrub ich meinen Ärger.
Dem Femometer von Yoyoni sind noch ein paar Ovulationsteststreifen beigelegt.

Die zeigen nicht an, ob du schwanger bist, sondern ob du fruchtbar bist.

Also sobald da 2 Striche erkennbar sind, heisst es: „Aufpassen!“

 

Ich persönlich werde meine natürliche Verhütung mit beiden Apps weiterfahren, jedoch werde ich mich davor hüten alle Optionen (Infos über Gemütszustand, Nahrungszufuhr, Sportliche Aktivitäten,…) dieser beiden Apps zu nutzen, einfach aus datenschutzrechtlichen Gründen.

Das „Problem“ ca. 14 Tage nach dem Eisprung bin ich auch gleich neu angegangen, nämlich mit einer Menstasse.

Zuerst konnte ich mich gar nicht damit anfreunden, aber nachdem ich den Zipfel unten vorsichtig ganz abgeschnitten hatte und meine Beckenmuskulatur mit ein paar einfachen Übungen wieder etwas gestrafft hatte, began ich die Menstasse zu mögen.

 

Spielst du nun auch oder schon länger mit dem Gedanken hormonfrei zu verhüten? Wenn du Lust hast, kann du hier das oben erwähnte Lernheft gewinnen.

Damit dein Name in den Lostopf gelangt, kommentiere gleich unten, was deine Motivation ist hormonfrei zu verhüten. Über ein Like und/oder das Teilen des Beitrags würde ich mich freuen.
Teilnehmen dürfen Frauen, die in der CH wohnhaft sind. Über den Gewinn wird keine Korrespondenz geführt sowie nicht ausbezahlt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen und die Verlosung hat nichts mit Facebook, Instagram oder WordPress zu tun. Teilnahmeschluss 16.6.19, 22:00

 

Hier geht’s um ein Alltagsnahrungsmittel, welches unseren Körper auch schleichend zerstört.

Wie du Zucker positiv nutzen kannst.

Victoria

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