Unterwegs mit Kindern durch Nordfrankreich *enthält Empfehlungslinks = Werbung*

Unser letztes Urlaubsziel war in der Region der Crêpes und Galettes, dort wo sich die Krebse und Muscheln bei jeder Ebbe in den Sand einbuddeln und wo man dank atlantischem Wind dem heissen Sommer entfliehen konnte - Die Bretagne.
Falls du demnächst auch eine Reise durch Nordfrankreich planst, dann findest du hier bestimmt ein paar wertvolle Reisetipps.

Wirst du die Reise durch Nordfrankreich auch mit dem Auto zurücklegen, erfährst du hier die aktuellsten Vorschriften. Ich empfehle dir den Kleber mindestens 2 Wochen vor Abreise zu bestellen!

Da wir die 12h (ohne Pausen und Stau) Autofahrt nicht an einem Stück machen wollten, plante ich verschiedene Zwischenstopps mit Attraktionen aus der Region mit ein.
Unterkünfte findet man in jedem Örtchen zu jeder Preisklasse etwas. Leider gibts bei den günstigen Angeboten, wie bei Hotel Ibis (Budget), Kyriad und Novotel höchstens 3 Bettzimmer, aber wenn man früh bucht, kann man 2 Zimmer mit einer Verbindungstür buchen.

Unser erster Halt war in Beaune

Beaune liegt im Burgund. Da diese Region vorallem für seine mundigen Weine bekannt ist, wollten wir Erwachsenen ein Landgut oder ein Museum besuchen. In Beaune selbst gibt es zum Beispiel ein Weinmuseum, in dem man alles Wissenswerte über die verschiedenen Rebsorten und Arbeitsschritte einen Einblick bekommt. Ich weiss aber ehrlich gesagt nicht, ob dieses Museum auch Attraktionen für Kinder bietet.
Eine kinderfreundliche Alternative findet man ca. 18 Autominuten von Beaune entfernt, nämlich das Cassissium .
Dort wird zwar kein Wein produziert, aber Liköre und Sirups. Diese werden vor allem natürlich aus Cassis, den schwarzen Johannisbeeren, aber auch aus vielen anderen Früchten und Kräutern produziert. Mittels Film, deutschsprachiger Führung und Exponaten erfährt man auch hier mehr über die Geschichte und den Herstellungsprozess der französischen Wein- respektive Likörkultur.

Inklusive Führung durch die Produktionsstätte und das Lager.

Nach der ‚Arbeit‘ kommt das Vergnügen und zwar für jedes Alter.
Die Grossen dürfen nach Herzenslust Liköre kosten, die Kleinen dürfen Sirups probieren.
Ich fand zum Beispiel den Lavendellikör überraschend lecker. Die Kinder bevorzugten aus den mindestens 40 Sirups ihren altbekannten Himbeersirup. 😉

Weiter gehts zur ersten Familienchallenge durch Nordfrankreich!

Wenn du weisst für welche Spezialität das Burgunderland auch noch bekannt ist, dann weisst du welche Challenge wir uns vorgenommen hatten. 😂😳🤗

„Es chrücht es 🐌li, s’chrücht es 🐌li,…“

Mutprobe bestanden bei ‚Escargot de Bourgogne‘ .

Wie Senf produziert wird, erfährt man in diesem ‚Museum‘.

Wer mehr Geschichtliches sehen möchte, kann das ‚Hôtel- Dieu‘ (mit Kinder-Audioguide) besuchen oder mit einem ‚Touristenzügli‘ durch das Städtchen kurven.

Weiter geht’s zu Jeanne d’arc.

Über Landstrassen fuhren wir von Beaune nach Orléans. So konnten wir Mautgebühren sparen und dank der ‚Route des grands crus‘ wunderschöne Rebberge bewundern.

Orléans ist echt ein herziges, übersichtliches Städtchen, in der es natürlich an verschiedenen Sehenswürdigkeiten um die Geschichte der Jeanne d’arc geht. Es gibt zum Beispiel ein Museum über sie, eine Statue und bis Mitte September wird jeweils um 23 Uhr eine eindrückliche Lichtshow (15′), welche an die Kathedral projeziert wird, kostenlos gezeigt.

Zwischenstopp in Orléans während der Durchfahrt durch Nordfrankreich.

Unterhalb der Altstadt fliesst die Loire, welche auch zum Verweilen und Spazieren einläd.
N.B.: Tiefgaragenparkplätze gibt es nur für Autos die tiefer als 1,90m sind.

Nantes, je reviendrai!

Zu kurz war für mich/uns der Aufenthalt in Nantes. An fast jeder Ecke gab es eine kreative Überraschung zu entdecken.

Leider hatten wir keinen Ball mit dabei. 😉

Eine grüne Linie sorgt dafür, dass du keine Attraktion verpassen wirst. 👍 Auch das Nachtleben fanden wir sehr gemütlich.


Es gibt so viel zu entdecken, deshalb verlinke ich dich hier besser mit der Homepage, welche mir bei der Planung sehr gedient hatte.

‚Mit schwerem Herzen‘ mussten wir uns also von Nantes verabschieden, denn ich hatte für die letzte Etappe Richtung Urlaubsziel einen Zwischenstopp eingeplant.
Ich wollte nämlich unbedingt miterleben wie und wo ‚Fleur de sel‘ hergestellt wird.

Zwischenstopp in Guérande bei ‚Terre de sel‘.

Eine sehr aufwendige Arbeit.

Online kann man diverse Führungen (auch in Deutsch) buchen oder man informiert sich selbständig, indem man die günstige Ausstellung besucht.
Mit Exponaten, diversen Filmen, Bildern und Texten weiss man danach welches Salz ‚Fleur de sel‘ benannt werden darf. Im Shop kann man sich danach natürlich mit den verschiedenen Salzen und sonstigen Produkten aus der Region eindecken.

Auf geht’s nach Carnac, unser eigentliches Urlaubsziel

Diesen Sommer wollte ich das Campen in einem Mobilhome ausprobieren.
Meine bescheidenen Suchkriterien waren: Der Campingplatz sollte im nördlichen Frankreich sein, eine Kinderanimation bieten, der Strand sollte gemütlich zu Fuss erreichbar sein und natürlich ein akzeptables Preis-/Leistungsangebot bieten.
Eine grosse Auswahl habe ich schnell bei Eurocamp gefunden. Für 5 Nächte haben wir dann online ein Mobilhome im ‚Camping des Menhirs‘ gebucht.

Der Buchungsverlauf war sehr schnell, Fragen wurden innert 24h beantwortet und mit der erhaltenen Reiseinformationsmappe (mit Landesinfos, Packliste und Buchungsbeleg) fühlte man sich gut vorbereitet.
Während des ganzen Aufenthalts fühlten wir uns sehr gut betreut von der dort anwesenden Eurocamp- Mitarbeitern. Auch die Kinder hatten Freude an der Kinderanimation (sie konnten etwas Deutsch) und am Poolbereichsangebot. Der Strand ‚Carnac Plage‘ war vom Camp innert gemütlichen 10 Gehminuten erreichbar.

Spannend war dort die Gezeiten miterleben zu können und bei Ebbe diverse Meereskleintiere zu entdecken. So einige gingen mit Kessel und Schäufelchen bewaffnet auf Muschel- und Krebssuche. Die Früchte des Meeres darf in Frankreich nämlich jede/r ernten und es danach zu einer leckeren Mahlzeit verarbeiten.

Zu Hause vergessen haben wir: „Tschuttibölle“, PingPongschläger/-ball, Angel, Trottinet u. Helm

Bettüberzüge, Strand-und Badetücher, Küchenstarter- und Begrüssungsset kann man bei der Buchung mitbuchen.

Begrüssungsset

Die Küche war ausreichend ausgerüstet. Nahrungsmittel und WC-Papier kann man im Campingladen oder im Dorf Carnac (Dorfläden, Bäckereien, Lidl) besorgen.

Sehenswertes in und um Carnac

Carnac ist bekannt für die über 3000 Menhires. Das sind Granitfelsen, die vor ca. 3500-2300 J.v.Chr. durch Menschen in bis zu 3km langen Reihen aufgestellt wurden. Weshalb genau ist bis heute noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Wir haben uns dort eine 40-minütige Tour mit einem Touristenbus gegönnt. Wir finden, dass sich diese Ausgabe gelohnt hat.

La Trinité-sur-Mer
Ein kleiner Hafen an dem u.a. verschiedene Really-Katamarane angelegt sind und Austernbänke sind auch zu finden.

Auch eine bekannte Gegend für Austernbänke und somit frischen Austern ist Pointe du Pô.
Nach der Schnecken- Familienchallenge machten wir uns hier an die Austern und Muschelnchallenge. 😉 Mh…lecker war’s.

Mir haben die Muscheln besser geschmeckt.

Ein Ausflug wert – Quiberon

Es lohnt sich, sich früh auf den Weg zu machen, denn ihr werdet auf diesem Weg nicht die Einzigen sein. (Man könnte auch mit dem Zug oder Fahrrad dort hin.)
Quiberon ist eine Halbinsel, eine charmante Hafenstadt und bekannt für deren Sardinenprodukte. Ein ‚herziges‘ Schlösschen kann man auch bewundern oder einfach am schönen, von Rettungsschwimmern bewachten Strand ‚chillen‘.

Wer lieber Historischem nachgehen möchte, findet auf dem Weg nach Quiberon ein Mahnmal, eine Befestigungsanlage und mindestens zwei Museen, welche sich in Bunker befinden.

Spiel und Spass findet man zum Beispiel Richtung Vannes in einem Kletterwald, Streichelzoo oder Funpark. (Waren wir alles nicht.)

Nach 5 Nächten im Eurocamp ‚Camping des Menhirs‘ ging es für uns leider wieder heimwärts.

Den ersten Zwischenstopp machten wir in Vannes
Dort assen wir endlich die Spezialität aus der Bretagne: Crêpes und Galettes.

Sie waren echt lecker, aber… wie kann man mit denen satt werden?
In der Altstadt findet man ganz alte, schmucke Riegelhäuser.

Das selbe auch in Rennes möglich.

Le Mens ist bekannt für seine Rennbahnstrecke, wobei im Sommer dort keine Rennen stattfinden.

Versailles ist auch ein Besuch wert (wir haben es zeitlich leider nicht geschafft) Die Eintrittstickets für ins Schloss kann man online kaufen, um Wartezeiten zu umgehen.

Und dann Paris…

Ich glaube dazu gibt es einen eigenen Beitrag, denn du hier finden kannst.

Wir waren danach alle 5, reif für unser zu Hause, deshalb sind wir von Paris direkt nach Hause gefahren.

Colmar wäre zum Beispiel auch ein schöner Zwischenstopp, aber eben.

Warst du auch schon im nördlichen Landesteil Frankreichs unterwegs? Was hat dir besonders gefallen? Wo möchtest du unbedingt mal hin? Ich würde zum Beispiel gerne noch die Nordküste mit St.Malo, Mont Saint Michel und der Stadt Lilli entdecken.

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#unterwegsmitkindern #Bretagnemitkinder #familienferien #mobilheim #eurocamp #Nantes #orléans #schweizerfamilienblogs

Victoria

13 Comments

  1. Antworten

    Miriam

    6. September 2019

    Land des Crepes klingt super 🙂
    Ich kenne in Frankreich bisher nur Straßburg und Paris, und würde den Norden auch gerne mal erkunden! Kommt auf die Liste. Danke für den tollen Beitrag!

    • Antworten

      Victoria

      6. September 2019

      Kann ich dir wärmstens empfehlen! Gern geschehen.

  2. Antworten

    Jana

    6. September 2019

    Meine Tochter und ich waren bisher nur in und um Paris, in der Nähe von Dijon (nur Übernachtung) und im Süden in Cannes und einem kleinen Bergdorf namens Eze. Alles unterschiedliche Reisen und immer andere Gegenden! Im Norden waren wir noch nie, aber Orleans würde mich auch mal interessieren! Ah und Versailles war wunderschön! Leider waren wir im Winter da und konnten da die schönen Gartenanlagen nicht genießen!

    Liebe Grüße
    Jana

    • Antworten

      Victoria

      6. September 2019

      Ist Dijon schön? Ist ja auch bekannt gür die Senfproduktion. Ja Orléans ist echt süss und gemütlich, deshalb ein Besuch wert.
      Danke für dein Kommentar.

  3. Antworten

    Sanela Haas

    6. September 2019

    Einfach nur wundervoll. Ich möchte genau das. Das Meer riechen, Crepes essen und diese ganzen Ecken erkundigen und dann sanft am Camplingplatz einschlafen! Vielen lieben Dank für diese besondere Anregung!

    • Antworten

      Victoria

      6. September 2019

      Dann wünsche ich dir, dass es bald in Erfüllung geht!

  4. Antworten

    Heinz Peter

    6. September 2019

    Ein wirklich gekunger und anschaulicher Beitrag.
    Ich war bisher nur in Prag im Urlaub, allerdings wird Frankreich bestimmt noch ergänzt.
    MfG

  5. Antworten

    Die gute Laune

    7. September 2019

    Oh, das klingt ja wirklich nach einem gelungenen Familienurlaub! Toll, dass ihr so reiselustig seid und selbst eine derart lange Autofahrt nicht scheut. Ich bin da leider unmöglich. Mein Radius für Autofahrten liegt bei maximalen 700 Kilometer – und die vermeide ich so gut es geht. Ich tendiere leider dazu, zu fliegen, wodurch mir solch schöne Zwischenstopps, wie Ihr sie einlegen konntet, entgehen.
    Aber in den nördlichen Teil von Frankreich möchte ich dennoch einmal …
    Danke für die schönen Eindrücke, die wirklich Lust auf diesen Teil des Landes machen.

    Liebe Grüße,
    Doris

    • Antworten

      Victoria

      7. September 2019

      Gell, jede Fortbewegungsmöglichkeit hat seine Vor-und Nachteile. Es freit mich, dass dir der Beitrag gefallen hat. LG, Victoria

  6. Antworten

    Sophia

    7. September 2019

    Ich war bisher nur in Paris. Ich würde aber gerne mal in die Normandie. Und einige andere Städtchen stehen auch auf meiner Liste. Mich fasziniert vor allem die französische Gotik (Kathedralen). Dein Beitrag fande ich sehr schön und informativ. Danke dafür.

    Lieber Gruß
    Sophia

    • Antworten

      Victoria

      7. September 2019

      Genau, die Normandie würde mich auch interessieren und Gotikwerke gefallen mir auch sehr!

  7. Antworten

    Busymamawio

    7. September 2019

    Das klingt nach einem tollen Trip! Wir sind öfter in Frankreich, da wir in der Nähe Straßburgs leben. Den nördlichen Teil haben wir noch nie besichtigt.
    Ich finde es klasse, dass ihr den stop eingelegt habt. Letztens sind wir mit zwei Kindern nach Italien gefahren, das war wirklich eine Herausforderung!
    Viele Grüße
    Wioleta von http://www.busymama.de

    • Antworten

      Victoria

      7. September 2019

      Oh in Strassburg war ich noch nie. Es gibt so viele schöne Orte.

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